Spurlos -

2 Tagestour im Grenzgebiet Italien Schweiz zwischen Val Formazza und Bosco Gurin


Routenverlauf

Anreise:
Mit Bahn bis Domodossola (Velo nur im Sack), via Preglia - Oira in gemuetlicher Abendrunde bis Crodo.

1. Tag: Passo della Fria
Crodo - auf Asphalt in schoene Serpentinen bis Maglioggio - nun wirklich extrem steil (stellenweise ca. 30%) auf Asphalt entlang geschmackloser Feriensitze (daher der Asphalt!) immer den Schildern Alpe Aleccio folgend bis zum Ende der Strasse auf 1650m - nun schieben, spaeter tragen auf breitem Muli-Natursteinweg bis zum ersten Pass Forcoletta - nun stellenweise fahrbar bis zur unglaublichen Galleria Fria (beleuchteter Tunnel) - herrlicher Downhill, gut markiert vorbei an Corte Lama (2048) - spaeter Trampelspuren im Grass, immer auf der Suche nach den gelb-roten Markierungen bis Alpe Stufa - der Weg fuehrt direkt hangabwarts unterhalb,spaeter rechts in den Wald, meist fahrbar bis Corte Nuova (schoener Brunnen mit Wasser), wenn man rechts des Weges auf die Alpwiese ausweicht - ab der mit Holzschildern markierten Kreuzung "C. Nuovo", "A. Groppo" (in keiner Karte verzeichnet) sehr steil abwaerts durch den Wald zum Collobiasca Fluss - Fluss queren, nun auf schoenen Grasswegen an Flussauen entlang, leichtes auf und ab, bald muendet man auf die Schotterpiste nach Pianelli, Cimalmotto - auf Strasse bergab nach Cerentino - leicht ansteigend nach Bosco Gurin;
2500Hm, sehr steile Auffahrt, ca. 2h tragen, fordernder Downhill

2. Tag: Guriner Furka
Bosco Gurin - anfangs auf Asphalt dann rechts auf grobgeschotterte, ab eher flache Piste vorbei an Grossalp bis zur Endstation des Sesselifts (1980m) - Tragen auf dem Wanderweg entlang der Schleppschliftspur bis zum Pass Guriner Furggu (2323) - "das schlimmeste waere geschafft" stimmt nicht, bergab westwaerts, kein Schild vom Wegweiserbaum, Richtung "La Balma" - anfangs im Gras noch stellenweise fahrbar - wenn sich der Bach in eine enge Schlucht verengt, sorgsam den rot-weisen Markierungen auf die andere Hangseite folgen, schwach sichtbare Wegspuren, aber gut markiert, diese Wegstueck windet sich steil auf losem Geroell in die La Balma Ebene, nur bei guter Witterung, absolute Steinschlaggefahr!!! - in der Ebene unbedingt immer den Markierungen folgen vorbei an einem Viehunterstand mit Blechdach und einer verfallenen Huette - der Bach verengt sich in einen Wasserfall, der Weg hohlt weit nach rechts oben aus, Markierungen, Trampelspuren, Steinmaennchen - bald fuehren gut erkennbare, sehr enge Serpentinen durch sehr abschuessiges Steilgelaende im Wald - links unten wird eine Wassersperre sichtbar, spaeter stoesst man auf eine schreckliche Narbe im Wald, brutal wurde eine Schneise fuer ein dickes Wasserrohr in den Wald gefraesst - nicht der Narbe, sondern immer dem Weg rechts davon folgen - Weidegelaende, huebsche Alm, A. Foglia CAI - von nun ab keine Markierungen mehr, schnurgerade zieht sich eine Spur von Fuss und Viehabdruecken zu einer sich im Zerfall aber teilweise mit Folie abgedichteten Alpe - direkt unterhalb fuehrt der Weg weiter durchs Gehoelz, ich fand ihn nicht und folgte stattdessen der Erdnarbe, wich dann aber vor dem Steilstueck (nicht folgen, Lebensgefahr!!!) nach rechts aus und traf bei alten Mauerresten auf den Weg, schwache rote Markierung auf Stein - nun, nicht mehr hangabwaerts da fast senkrecht, sondern ca. 50m noerdlich, ueberqueren eines umgefallenen Baums, bis in die Naehe eines kleinen Bachs - es bietet sich an, nun zunaechst zu Fuss ohne Rad den Wegspuren bergab leicht nach links traversierend zu folgen bis man auf die Schotterpiste des Steinbruchs bei der Alpe Rei trifft, Rad im zweiten Schritt holen - nun links (nicht dem in der Karte verzeichnetem Fussweg folgen!!!) ueber eine Bruecke hinein in den Steinbruch - steilabwaerts auf der in keiner Karte verzeichneten Piste, immer den Hauptfahrrillen folgen - man muendet vor einer einsurigen Bruecke auf die Formazza-Tal Strasse kurz vor Foppiana - nun ca. 25km bis Domodossola;
800hm, die Tuecken liegen im Abstieg, nur bei bester Witterung da Steinschlag gefaehrdet, hervorragende Orientierung, Spuersinn fuer alte Pfade, sichere psychische Verfassung sind unerlaessliche Vorrausetzung

Die Tour in Gegenrichtung?

Mit etwas Mühe lässt sich die erste Etappe sicherlicha auch von Cimalmotto bewerkstelligen. Der Aufstieg durchs Unterholz bis zur Alpi di Stufa ist vermutlich beschwerlicher als andersrum, dafür dürfte die Abfahrt auf dem Maultierpfad in die Aleccio Ebene grosse Freude bereiten.
Keine Diskussion dagegen gibt es bei der zweiten Etappe: Von Foppiano aus zur Guriner Furggu zu gelangen ist unmöglich und sollte keinesfalls versucht werden.

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(C) by Florian Michahelles Aug 13, 2007