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26.04.2007
Timur Erdag, Präsident des Vereins der Informatik
Studierenden (VIS) im Interview mit Katja Abrahams über Aufgaben,
Struktur und Zukunft des VIS. Der 26-jährige Engadiner ist seit 2005 im
VIS aktiv und
wird sein Studium voraussichtlich 2008 abschliessen.
Timur, wie wird man VIS-Präsident?
Man muss schon dafür berufen sein! Nein, im Ernst, man sollte schon motiviert und bereit sein, viel viel Zeit zu investieren. Ausserdem ist es von Vorteil wenn man einige Zeit im VIS aktiv war und die Abläufe und Strukturen bereits kennt. Man sollte auch nicht kommunikationsscheu sein.
Wie ist der VIS aufgebaut?
Der VIS sieht sich als klassische Vertretung der Studierenden gegenüber der Studienleitung und bietet seinen Mitgliedern zudem verschiedene Dienstleistungen an. Wir haben momentan elf Vorstandsmitglieder, von denen jedes für ein unterschiedliches Ressort verantwortlich ist, z.B. die Bereiche Hochschulpolitik, Information, Firmenkontakt oder die VIS-Zeitschrift "Visionen". Zu den Präsenzzeiten des VIS-Büros, Montag bis Freitag von 12h15 bis 13h00, ist eigentlich immer das eine oder andere Vorstandsmitglied erreichbar, und auch zu anderen Tageszeiten ist meist jemand im Büro. Darüber hinaus sind dem VIS drei Kommissionen angegliedert, und zwar die Nachwuchskommission "NachKomm", die Kontaktparty-Kommission sowie die Fest- und Kulturkommission.
Welche
konkreten Aufgaben haben die drei Kommissionen des VIS?
Die Studierenden in der Kontaktparty-Kommission organisieren das jährliche Job-Forum „Kontaktparty“, und das sehr professionell und mit viel Engagement. Das Interesse vonseiten der Firmen war dieses Jahr so gross, dass die Veranstaltung an zwei Nachmittagen und nicht nur an einem wie in den letzten Jahren stattgefunden hat. In den kommenden Jahren rechnen wir sogar mit noch mehr Firmen.
Die Fest- und Kulturkommission organisiert alle kulturellen und sozialen Events des VIS, vom Grillplausch am Katzensee über das FIGUGEGL bis zum Erstsemestrigenfest. Sie ist sozusagen für das Gemüt der Studierenden verantwortlich.
Die NachKomm beschäftigt sich mit allen Fragen rund ums Informatikstudium an der ETH mit dem Ziel, junge Menschen möglichst objektiv zu informieren sowie Hemmschwellen und Vorurteile abzubauen. Zu diesem Zweck bietet die NachKomm z.B. einen "Schnuppertag" an der ETH an, bei dem Kantonsschülerinnen und -schüler die Möglichkeit haben, gemeinsam mit Informatikstudierenden Vorlesungen zu besuchen und bei einem gemeinsamen Mittagessen Fragen zum Studium zu stellen. Zusätzlich gibt es das VIS Mentor Programm, das sich an neu immatrikulierte Informatikstudierende richtet, die administrative Fragen zum Studium haben. Ausserdem ist die NachKomm an den Maturandentagen der ETH am Stand des Informatikdepartements vor Ort, um potentielle Studierende zu beraten.
Welche
anderen aktuellen Projekte laufen gerade beim VIS?
Wir haben festgestellt, dass viele Maturanden eigentlich gar nicht genau wissen, was Informatik ist und eine falsche Vorstellung vom Studium haben. Um die Informatik ins rechte Licht zu rücken, bietet der VIS daher als einziger Studentenverein der ETH Vorträge an Schweizer Gymnasien an. Auch einige der Exponate, die bei "ETH unterwegs" ausgestellt wurden, würden wir gerne in den Schulen zeigen. Zudem möchte der VIS gerne am Linux Tag 2007 teilnehmen. Dieser findet vom 1. bis 3. Juni in Berlin statt. Neben Sponsoren könnte der VIS einen kleinen Teil der Kosten übernehmen. Ich bin zuversichtlich, dass wir genügend Anmeldungen bekommen werden.
Hat der VIS
Nachwuchssorgen?
Der VIS hat auf die Anzahl der Informatik-Studierenden bezogen die meisten Mitglieder aller Studierenden-Vereinigungen an der ETH. Auch im Vorstand haben wir eigentlich immer alle Posten besetzt. An die Mitglieder-Versammlungen kommen jeweils ca. 30 bis 40 Leute, das könnten sicherlich noch mehr werden, wenn man bedenkt, dass es etwa 900 Informatik-Studierende an der ETH gibt. In der NachKomm können wir immer kreative Köpfe gebrauchen, die uns dabei helfen, junge Menschen für das Informatikstudium zu interessieren. Und sporadisch können wir immer ein paar Helfer für Anlässe aller Art gebrauchen. Aber alles in allem geht es dem VIS wirklich gut!
Weitere Informationen:
Verein der Informatik Studierenden (VIS): www.vis.ethz.ch
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