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Venture Leaders Award

Silvia
Fährt im Juni zum Förderprogramm nach Boston: Doktorandin Silvia Santini

Geschäftsidee von Doktorandin Silvia Santini preisgekrönt


10.04.07

Die Bundesinitiative "venturelab" der Förderagentur KTI hat Ende März in Zusammenarbeit mit der Gebert Rüf Stiftung die 20 innovativsten und talentiertesten Schweizer Jungunternehmer und -forscher mit einem zehntägigen Förderprogramm in der Nähe von Boston (USA) ausgezeichnet. Prämiert wurden dabei nicht fertige Produkte oder Dienstleistungen, sondern das Zukunftspotential der vorgestellten Technologien und Geschäftsideen sowie der persönliche Einsatz der Teilnehmer. Unter den acht Preisträgern der ETH ist auch Silvia Santini, Doktorandin am Institut für Pervasive Computing, mit ihrem Projekt "Mikro-Umweltmonitoring auf Abruf".


Von Katja Abrahams


Silvia Santini unter den 20 talentiertesten Jungforschern der Schweiz

"Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, zumal mein Projekt zum Mikro-Umweltmonitoring in direktem Zusammenhang mit meiner Forschungsarbeit hier an der ETH steht", sagt Silvia Santini, deren Doktorat vom nationalen Forschungsschwerpunkt Mobile Information and Communication Systems gefördert wird. Durch Bekannte und eine Werbe-E-Mail von "venturelab" hatte die gebürtige Italienerin, die in Rom Elektrotechnik studierte und seit Ende 2004 an der ETH promoviert, von dem Förderpreis erfahren. Im Februar reichte sie kurz entschlossen als eine von 140 jungen Wissenschaftlern ihre Bewerbung ein, die dann auch prompt zusammen mit 40 anderen in die engere Wahl kam. Es folgte ein 10-minütiger Vortrag mit Frage-und-Antwort-Runde vor einer Jury, bestehend aus Vertretern der Schweizer Start-up-Szene. Eine Woche später kam die gute Nachricht, ihr Projekt befinde sich unter den 20 Gewinnern des Förderprogramms "venture leaders".


Projekt mit Zukunft: Mikro-Umweltmonitoring mit Sensortechnik

In Silvias Projekt geht es um drahtlose Sensornetze, die zur Überwachung verschiedenster Umweltparameter, wie z.B. lokaler Lärmbelästigung oder Luftverschmutzung, eingesetzt werden können. Die Technologie, bei der Sensornetze die Daten ohne menschliches Zutun drahtlos zur Auswertung an eine Zentrale übertragen, erlaubt eine genaue Beobachtung der Umwelt über einen längeren Zeitraum. "Mögliche Interessenten für diese Technologie sind neben Umweltbehörden und Privatleuten auch Immobilienfirmen, die ihren Kunden in der Zukunft Qualitätszertifikate zu bestimmten Wohngegenden oder einzelnen Immobilien, basierend auf den Messergebnissen, vorweisen könnten", erklärt die 28-jährige.

Besonders interessiert ist Silvia am Einsatz der Sensortechnik zur Bekämpfung der Lärmverschmutzung, ein Problem, dem sowohl die Öffentlichkeit als auch politische Entscheidungsträger immer mehr Beachtung schenken. "Wer ständig Grossstadtlärm durch Baustellen, Verkehr und reges Geschäftstreiben ausgesetzt ist, gefährdet seine Gesundheit. Lärm kann zu Störungen der Leistungsfähigkeit sowie zur Ausschüttung von Stresshormonen und Erhöhung der Herz- und Atemfrequenz führen. Die EU hat daher eine Reihe dringender Massnahmen ergriffen, um sich ein Bild von der Tragweite des Problems zu machen", sagt die junge Frau.


Förderprogramm und Networking als Belohnung

Silvia könnte sich gut vorstellen, nach ihrem Doktorat, das sie voraussichtlich 2008 abschliessen wird, mit ein paar motivierten Kollegen ein Start-Up zu gründen, um ihre Ideen und ihr technisches Know-how in die Tat umzusetzen. "Die Technologie ist schon verfügbar und liefert zuverlässige Ergebnisse, allerdings ist die Handhabung für den Laien nicht ganz einfach. Doch wenn man voll und ganz hinter seiner Idee steht und den richtigen Moment erwischt, sind die Chancen nicht schlecht", ist sie überzeugt. Silvia ist schon sehr gespannt auf das dicht gepackte 10-tägige Förderprogramm, das sie ab dem 13. Juni in Boston erwartet. Neben dem Aneignen von unternehmerischem Wissen wird dort vor allem das "Networking" im Vordergrund stehen, der Erfahrungsaustausch mit anderen Jungforschern und Unternehmern. Und vielleicht findet sich dort ja auch der richtige Businesspartner. Denn besonders in den USA gibt es, wie Silvia weiss, schon erfolgreiche Start-Ups, die sich mit drahtlosen Sensornetzen beschäftigen.


Weitere Informationen unter:

http://www.venturelab.ch/dt/NewsDetail.asp?id=270632

http://people.inf.ethz.ch/santinis

http://www.mics.org

 

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