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Roadshows "Fit in IT" – eine Erfolgsgeschichte

Oktober 2008

Während des Jahres der Informatik, Informatica08, engagiert sich das Departement Informatik der ETH an den "Fit in IT"-Roadshows  an 10 Schweizer Mittelschulen. Hochschulen, Industrie und Alumni liefern ein vielseitiges Programm, das Schülerinnen und Schülern die Vielseitigkeit und Faszination der Informatik aufzeigt und versucht, sie dafür zu begeistern - mit beeindruckendem Erfolg! Das von der Hasler Stiftung finanzierte Besuchsprogramm wird in den kommenden Jahren fortgesetzt. Dennoch bleibt in der Nachwuchsförderung noch viel zu tun, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer IT-Industrie nicht gefährden wollen.

Von Nicky Kern (D-INFK-Alumnus und IAETH-Vorstand)

Die Roadshows präsentieren die Informatik in ihrer ganzen Breite mit allen möglichen Ausbildungswegen und Laufbahnen - nicht nur die Hochschul-Informatik, wie sie an der ETH praktiziert wird. Durch die breite Trägerschaft mit Industrie (vertreten durch die Hasler Stiftung), Hochschulen (z.B. ETH und Universität Zürich) mit ihren Studierenden und Alumni wird ein vielseitiges Bild der Informatik-Ausbildungen und -Laufbahnen vermittelt.

Jede Roadshow ist als ein- bis zweitägige Veranstaltung aufgebaut. Die permanente  interaktive Ausstellung wird begleitet durch eine bunte Mischung aus Vorträgen zu wissenschaftlichen Themen, Workshops und einer Orientierung zu beruflichen Entwicklungspfaden sowie dem studentischen Leben.


Die Ausstellung ist der Hauptanziehungspunkt der Roadshows. Während einem oder zwei Tagen können die Schüler und Schülerinnen eine Vielzahl von interaktiven Demos ausprobieren, die vorführenden Studierenden mit Fragen löchern und an den Ständen Informationen über weitere Informatik-Anwendungen sowie die möglichen Ausbildungswege einholen. Das Departement Informatik der ETH stellt Studierende, die als "Botschafter" durch die Ausstellung führen, sowie einige der interaktiven Demonstrationen zur Verfügung. Dies sind u.a. das "Shopping Handy", ein Barcodescanner, der bestimmte Produktinformationen, z.B. zu Inhaltsstoffen von Lebensmitteln liefert, und die bei den Schülern sehr beliebte Demo zum "interaktiven Papier".

Vorträge und Workshops zu "wissenschaftlichen" Themen der Informatik ergänzen die permanente Ausstellung. So erklärt beispielsweise Prof. Buhmann "Lernende Computer", Prof. Bernstein von der Universität Zürich führt vor, wie man Computer einsetzen kann, um Betrüger zu fassen oder SPAM zu finden. Ein Studententeam der ETH zeigt das "Festival des 3D Films" mit Projekten aus dem Kurs "Stereoscopic Imaging" von Cary Kornfeld.

Als Ergänzung zu den Vorträgen über Informatik-Inhalte halten die Informatik-Alumni der ETH (IAETH) einen Vortrag über typische IT-Berufe, und die Studierenden der Universität Zürich erzählen aus dem Studenten-Alltag. Die typischen Berufe in der IT (siehe Bild 4) orientieren sich am Informatik-typischen Projektvorgehen: (Interne) Berater finden heraus, was genau getan werden soll. Anschliessend wird etwas Neues durch Projektleiter und Entwickler umgesetzt, das anschliessend während vielen Jahren oder gar Jahrzehnten im IT-Betrieb am Laufen gehalten werden muss. Neben den typischen IT-Berufen stehen Informatiker natürlich auch noch Möglichkeiten im Management sowie in Lehre und Forschung offen.

Die kürzlich veröffentlichten Statistiken zu den neu eingeschriebenen Erstsemestrigen belegen, dass die Roadshows und andere Massnahmen zur Nachwuchsförderung -  an dieser Stelle seien noch der "Tag der Informatik" am 29.08. im Technopark [2] sowie die Wanderausstellung „ETH unterwegs“ erwähnt  -  erste Früchte tragen: Das Departement Informatik der ETH verzeichnet fast 30% mehr Erstsemestrige in diesem Herbstsemester als im Vorjahr[1]! Daten der anderen Hochschulen sowie der Fachhochschulen liegen leider (noch) keine vor. Das ist ein beachtlicher Erfolg, der beweist, dass es gelungen ist, die Schüler und Schülerinnen für die Informatik zu begeistern.

Auf der anderen Seite liegt die absolute Zahl der Studienanfänger immer noch deutlich unter der vergangener Jahre. Hochgerechnet auf die Anzahl Abgänger ist sie immer noch geringer als die Anzahl Firmen an der Kontaktparty – von der Anzahl Stellen ganz zu schweigen. Es liegt also noch ein weiter Weg vor uns allen – dem Departement, den Studierenden und den Alumni. Aber es ist ein vielversprechender Anfang, der zeigt, dass sich der Einsatz lohnt - zum Glück geht es nächstes Jahr wieder mit 10 Roadshows weiter!

Literaturangaben
[1] ETH press release from 16.09.2008
[2] http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/080901_tag_d_informatik/index

Weitere Informationen zu den "Fit-in-IT"-Roadshows: http://www.fit-in-it.ch
Bildergalerie mit Eindrücken von "Fit in IT" und anderen Events am D-INFK: http://www.gallery.ethz.ch/inf

 

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