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Montag, 22. November 2005, 17:15-19:30
Titel des Vortrages: The Joy of Technical Illustration
Universität Zürich-Irchel
Ebene G, Hörsaal 30
Videoübertragung in Hörsaal G 45
Weitere Informationen zum Vortrag »»
Donald Ervin Knuth (*10. Januar 1938 in Milwaukee, Wisconsin) ist emeritierter Professor für Informatik an der Stanford University.
Donald Knuth studierte Mathematik am Case Institute of Technology in Cleveland, Ohio. Er fiel schon damals durch seine hohe Begabung auf: er absolvierte 1960 als 22-jähriger das Masterdiplom. Als Undergraduate-Student entwickelte er Software für das Rechenzentrum. 1960-63 doktorierte er am CALTECH in Mathematik.
1960-68 war er der Redaktor für den Bereich Programmiersprachen der ACM Zeitschriften. 1968 wurde er zum Professor an die Stanford University berufen.
1962 begann Knuth mit seinem Lebenswerk, der Art of Computer Programming. Vorgesehen ist eine Serie von 7 Bänden. Band 1, 2 und 3 wurden bis 1973 publiziert und bisher sind davon ungefähr eine Million
Exemplare weltweit in 6 Sprachen verkauft worden. Weil das traditionelle Setzen von mathematischen Texten anfangs der 1970-Jahre zu teuer wurde und mathematische Publikationen immer unästhetischer
wurden, schuf Knuth die TeX- und Metafont-Computerprogramme, welche druckreifen und ästhetisch anprechenden Textsatz ermöglichen.
Knuth prägte den Begriff des "Literate Programming" - die Auffassung, Computerprogramme mit derselben Sorgfalt wie einen literarischen Text zu verfassen und Quelltext und Softwaredokumentation zu vereinen.
Knuth erhielt viele Auszeichnungen, unter anderem auch den Turing-Award.
An weiteren Bänden seines Werks "The Art of Computer Programming" arbeitet er noch immer. Momentan sind die Vorabversionen von Band vier von ihm in Umlauf gebracht worden, die sich mit Kombinatorik beschäftigen.
Seine Vorliebe für schön gedruckte Texte verband er mit seinem theologischen Interesse im 3:16-Projekt, als er 1985 aus jedem Buch der Bibel Kapitel 3, Vers 16 studierte. Verschiedene Künstler verfassten Kalligraphien dieser Verse und Knuth übersetzt und interpretiert sie in diesem Buch.
Knuth hat über 160 Artikel publiziert und 25 Bücher. Er besitzt 5 Patente. Von ihm stammen zahlreiche Beiträge zur Mathematik und Informatik, so etwa der Knuth-Bendix-Algorithmus für die Berechnung algebraischer Strukturen, der Knuth-Morris-Pratt-Algorithmus zur String-Suche, der für Compiler bedeutsame LR(k)-Parsing-Algorithmus, der revolutionäre Formel-Editor TeX sowie METAFONT, eine Computer-Applikation zum Design von Schriftzeichen. Donald Knuth hat die Etablierung der Informatik als eigenständige Wissenschaft, als Computer Science, wie kaum ein anderer vorangetrieben.
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