printlogo
http://www.ethz.ch/
Department of Computer Science
 
print
  
English Deutsch

Battle of the Brains

Zwei Informatikstudierende mit dabei im Sieger-Team der ETH

Nikhil
Nikhil Bakshi
Michael
Michael Breitenstein

16.06.2006

Vom 8. bis 10. Juni 2006 traten im Fallstudienwettbewerb „The Battle of the Brains“ in Ebnat-Kappel (SG) die Uni St. Gallen (HSG) und die ETH Zürich gegeneinander an. Das vom Wirtschaftsmagazin Bilanz und dem Beratungsunternehmen Monitor Group organisierte Event fand dieses Jahr bereits zum fünften Mal statt. Den Sieg trug eines der beiden ETH-Teams davon, in dem auch Nikhil Bakshi und Michael Breitenstein vom Departement Informatik mitwirkten. Katja Abrahams führte ein Interview mit Nikhil Bakshi, Informatikstudent im 6. Semester.


Wie hast du von "Battle of the Brains" erfahren?

Ich hatte an der ETH schon mehrmals Plakate für den "Battle of the Brains" gesehen, wusste aber nicht so genau, worum es dabei eigentlich geht. Ich dachte, das wäre eher etwas für Studenten, die wirtschaftliche Fächer studieren. Auf der letzten Polyparty war ich dann auf dem Stand des Consulting-Unternehmens Monitor Group, das den Event mit organisiert. Dort wurde mir gesagt, dass auch ich als Informatikstudent teilnehmen könnte, da das Ziel der Veranstaltung gerade darin liege, Teilnehmer aus verschiedenen Departementen zusammenzubringen. Ich habe dann meinen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben abgegeben, aber erst eine Woche vor dem Event erfahren, dass ich ausgewählt wurde.

Wie waren die Teams zusammengesetzt und wer war in deinem Team?

Es gab jeweils zwei Teams der HSG und der ETH mit je fünf Personen. Die Teilnehmer der HSG, die ja alle zusammen wirtschaftliche Fächer studieren, kannten sich schon vorher, die der ETH-Teams jedoch nicht. In meinem Team war neben mir noch ein zweiter Teilnehmer aus dem Departement Informatik, Michael Breitenstein, der gerade sein Studium abgeschlossen hat und im Herbst seine Dissertation am Computer Vision Lab des D-ITET beginnen wird. Die weiteren Mitglieder unserer Gruppe kamen aus den Departementen Physik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Wir waren also eine ganz "bunte Mischung"!

Worum ging es in der Fallstudie, die Ihr zu bearbeiten hattet?

Als wir am Donnerstagabend ankamen, bekamen wir zwei Berichte auf Englisch über Google zu lesen, allerdings noch ohne konkrete Aufgabenstellung. Die Texte waren mit Fachbegriffen aus der Wirtschaft gespickt, so dass wir bis 2 Uhr morgens damit beschäftigt waren, sie durchzuackern. Zum Glück war unser Coach auch mit dabei, um uns Hilfestellung zu geben. Am nächsten Morgen bekamen wir dann die Aufgabe, einen mittelfristigen Strategieplan für Google auszuarbeiten, der sich über die nächsten ein bis drei Jahre erstrecken sollte. Die Fragestellung war also relativ offen. Zusätzlich bekamen wir noch einen dicken Ordner mit Informationen zu Google und einen Laptop mit Internetanschluss. Dann hiess es loslegen, um bis zum Abend ein Konzept ausgearbeitet zu haben.

Wie seid Ihr vorgegangen in eurem Team?

Wir haben eigentlich relativ schnell analysiert, welches Problem es bei Google unserer Meinung nach zu lösen gilt, und zwar, dass die Firma sich zu sehr auf Online-Werbung als quasi einzige Einnahmequelle konzentriert. Um festzulegen, wie Google nun vorgehen sollte, um sich weitere Einnahmequellen zu erschliessen, haben wir ein Brainstorming gemacht und kamen auf etwa 15 verschiedene Ideen. Allerdings waren wir insgesamt etwas demotiviert, da wir den Eindruck hatten, dass die HSG-Teams durch ihr Studium viel mehr Ahnung hatten von Strategie-Management als wir. Nach dem Mittagessen kam unser Coach zu uns und sagte, wir müssten nun schon etwas Gas geben und uns entscheiden, welche Vorschläge wir präsentieren wollen. Das hat uns so richtig wachgerüttelt, und von da an lief alles besser.

Für welche Ideen habt Ihr Euch dann schliesslich entschieden?

Eigentlich hätten wir schon bis um 19 Uhr unsere zu Papier gebrachten Ideen abgeben müssen, damit das Monitor-Büro daraus eine Powerpoint-Präsentation macht. Allerdings hatte unser Konzept zu dem Zeitpunkt noch viele Lücken. Unser Coach hat uns dann geraten, mehrere Vorschläge auszuarbeiten, und nach langem Hin und Her haben sich schliesslich zwei Ideen herauskristallisiert. Die erste Idee war die, ein „Online-Office“, also ein Konkurrenz-Produkt zum Microsoft-Officepaket, zu entwickeln. Im zweiten Vorschlag ging es um einen Google-Browser für Mobiltelefone.

Und wie ist die Präsentation schliesslich gelaufen?

Nach einer so gut wie schlaflosen Nacht habe ich zusammen mit einem Teamkollegen die Präsentation gehalten, und zwar auf Englisch, weil wir dachten, dass das besser zu einem Global Player wie Google passt. Da waren wir schon ziemlich nervös, zumal die Jury aus acht renommierten CEOs Schweizer Firmen und Universitätsprofessoren bestand. Zum Glück waren wir als letzte Gruppe dran und hatten noch ein wenig Zeit zum Üben. Es lief dann eigentlich ziemlich gut, und wir hatten eigentlich auch immer eine gute Antwort auf die kritischen Zwischenfragen der Jurymitglieder parat. Aber damit, dass unser Team gewinnen würde, hatte eigentlich keiner von uns gerechnet. Das war eine tolle Überraschung!

Die ETH hat "Battle of the Brains" vier von fünf Malen gewonnen. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Unser grosser Vorteil war eigentlich, dass zwei Personen in unserem Team Informatik studieren. Denn dadurch konnten wir gut einschätzen, welche Vorschläge für ein IT-Unternehmen wie Google realistisch und umsetzbar sind. Wäre es um Lösungen für eine Bank gegangen, hätten wir vielleicht nicht so gut abgeschnitten. Insgesamt hatte ich aber das Gefühl, dass es mehr um die Idee selbst ging und weniger darum, ob alle Einzelheiten stimmen. Wahrscheinlich hat es auch eine Rolle gespielt, dass wir vom ETH-Team unterschiedliche Fächer studieren und daher der Ideenreichtum einfach grösser war.

Gab es auch einen Preis?

Für unsere Gewinnergruppe gab es eine Magnumflasche Champagner, und für jedes Teammitglied eine Digitalkamera. Die anderen Teams sind soweit ich weiss auch nicht leer ausgegangen.

War "Battle of the Brains" eine gute Erfahrung für dich?

Es war sehr spannend, in einem Team zusammen zu arbeiten. Es gab eigentlich immer einen von uns, der es verstanden hat, den Rest der Gruppe zu motivieren und mitzureissen, wenn wir einmal einen Durchhänger hatten, das war eine tolle Erfahrung. Ausserdem war es interessant mitzubekommen, wie ein potentieller Arbeitgeber wie die Monitor Group vorgeht und sich mit den anderen Teams auszutauschen.

Etwas gewöhnungsbedürftig dagegen war das Fotoshooting im Anzug, den wir auch zur Präsentation tragen mussten. Von uns angehenden Ingenieuren hatte noch nie jemand so ein Shooting mitgemacht, und keiner von uns wusste so richtig, wie man eine Krawatte bindet! Die Studenten der HSG waren in der Hinsicht sehr viel routinierter.


Weitere Informationen zu "Battle of the Brains":

http://www.thebattleofthebrains.ch

http://www.ethlife.ethz.ch/articles/news/battlebrains06.html

 

Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren. Weitere Informationen finden Sie auf
folgender Seite.

Important Note:
The content in this site is accessible to any browser or Internet device, however, some graphics will display correctly only in the newer versions of Netscape. To get the most out of our site we suggest you upgrade to a newer browser.
More information

© 2012 ETH Zürich | Impressum | 27.3.2009
top