|
|
|
||||||||||
This page is available in German only!


September 2008
Die Stiftung
„Schweizer Jugend forscht“ (SJf) bot im Rahmen der Informatica 08 eine multidisziplinäre
Studienwoche zum Thema „Faszination
Informatik“ an. Während fünf Tagen,
vom 25.-29.8.08, konnten kleine Gruppen interessierter Schüler an
wissenschaftlichen Informatik-Projekten
verschiedener Forschungszentren mitarbeiten. Die Schüler wurden über die
ausgeschriebenen Themen in ihrer jeweiligen Schule informiert und konnten sich
selbständig bewerben. Nach einem Auswahlverfahren durch SJf, Lehrer und
Schulleitung durften sieben Schüler an zwei Projekten des Departements Informatik der ETH Zürich teilnehmen. Die Ergebnisse wurden
am „Tag der Informatik“ am 29.8. im
Technopark vorgestellt.
Von Andrea Salow
Vier Schüler beteiligten sich mit dem Thema „Analyse der Gruppendynamik
an öffentlichen Plätzen mit Mobiltelefonen“ der Gruppe Prof. Friedemann Mattern
hautnah an der aktuellen Forschung, drei Schüler befassten sich zum Thema „Künstliche
Evolution“ der Gruppe Prof. Markus
Gross mit Computersimulationen.
In der Gruppe
Mattern, in der die Schüler von Benedikt Ostermaier betreut wurden, machte man
sich die Tatsache zu nutze, dass in den meisten Mobiltelefonen und Laptops
Bluetooth-Technologie vorhanden ist. Diese Technologie ermöglicht das Kommunizieren
von elektronischen Geräten per Funk. Ist das Bluetoothmodul eines
Mobiltelefones eingeschaltet und auf „sichtbar“ gestellt, kann ein anderes
Gerät auf ca. 10 m Entfernung eindeutig identifiziert
werden. So ist es u.U. möglich, durch Bluetoothmessungen an öffentlichen
Plätzen näherungsweise die Anzahl der Personen in der Umgebung zu bestimmen. „Dies ist auch Inhalt unseres
Forschungsprojektes Suchmaschine für die
reale Welt“, erläutert der Betreuer Benedikt Ostermaier. „Wir versuchen,
mittels Mobiltelefonen die Dynamik von Menschenansammlungen an öffentlichen
Plätzen festzustellen.“ Die Schüler gingen auf die Strasse und sammelten die
entsprechenden Daten. Diese wurden in einem von den Schülern selbst in Java
geschriebenen Programm ausgewertet und in einer für Google Earth lesbaren
KML-Datei ausgegeben. Bei der Analyse
der gesammelten Daten zeigte sich, dass ca. 10% der Personen per Bluetooth
auffindbar waren. Benedikt Ostermaier war begeistert von den
Schülern: "Sie waren sehr
motiviert und haben wirklich gute Arbeit geleistet!"
Zum Thema „Künstliche Evolution“ der Gruppe Gross wurden die drei Schüler „gleich erstmal ins kalte Wasser der Programmierung geworfen“, wie Thomas Oskam bemerkt, der neben Roni Oeschger das Projekt betreute. Das „Projekt wurde extra für die Schüler der Studienwoche entwickelt“ erläutert der Doktorand. Die Schüler mussten mit einer agentenbasierten Simulation in C# erforschen, wie Evolution in der Natur funktioniert und wie künstliche Evolution diese Mechanismen nachahmt. Dabei konnten Prozesse sichtbar gemacht werden, die in der Natur Millionen von Jahren benötigen. Individuen wurden simuliert, die sich auf einem Feld bewegen und deren Hunger kontinuierlich zunimmt. Falls sie in der Nähe eine Nahrungsquelle wittern, bewegen sie sich auf diese zu. Die Individuen wurden mit verschieden Eigenschaften, etwa Genen für Geschwindigkeit, bestückt, die sich dann je nach äusseren Bedingungen, etwa der Menge des Futters, in der simulierten Evolution unterschiedlich durchsetzten. „Alle drei Schüler haben fleissig und motiviert am Projekt gearbeitet und eine sehr gute Simulation hingekriegt. Vor allem hatten sie Spass daran, die künstliche Intelligenz der Agenten zu programmieren!“ kommentiert Thomas Oskam den Erfolg des Projektes.
Weitere Informationen unter http://www.sjf.ch
Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne
graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der
Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese
Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf
Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren. Weitere
Informationen finden Sie auf
folgender
Seite.
Important Note:
The content in this site is accessible to any browser or
Internet device, however, some graphics will display correctly
only in the newer versions of Netscape. To get the most out of
our site we suggest you upgrade to a newer browser.
More
information